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Dass eine Laborantin mit Behinderung bei den Leipziger Wasserwerken ihre Arbeit weiter ausüben kann, verdankt sie einem kollaborationsfähigen Roboter (Cobot). Der Fall zeigt: Roboter gefährden nicht grundsätzlich Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Im Gegenteil.
Eine ehrgeizige Mitarbeiterin mit Hörbehinderung. Eine engagierte Vertrauensperson. Ein offener Arbeitgeber und eine unkomplizierte Behörde: wie berufliche Weiterbildung auch mit Beeinträchtigung gelingen kann.
Inklusionsbetriebe gelten oft als vorbildlich und als Beispiele guter Praxis sowohl was Innovationen, Betriebsklima oder Kundenbindung angeht. Wir stellen Ihnen hier eine Reihe von Betrieben vor – die Auswahl ist uns nicht leichtgefallen! Inklusionsbetriebe, die Sie unterstützen können, gibt es in allen Bundesländern, sicherlich auch vor Ihrer Haustür.
Die Gründung einer Inklusionsabteilung erleichtert es Unternehmen, Menschen mit Behinderung einzustellen. Davon profitieren alle Beteiligten, wie das mittelständische Unternehmen Großewinkelmann im ostwestfälischen Rietberg zeigt.
Dr. Anne Segbers ist wissenschaftliche Referentin für Bildung und Vermittlung beim LVR-Landesmuseum Bonn und für das Thema Inklusion zuständig. Sie sagt, dass ein inklusives Freizeitangebot für die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung enorm wichtig ist. Im Interview berichtet sie über die Herausforderungen der inklusiven Museumsarbeit und darüber, ob ein Museum für alle möglich ist.
Für junge Menschen mit Behinderung gibt es verschiedene Wege ins Gastgewerbe, beispielsweise durch eine IHK-Qualifizierung oder die Ausbildung zum Fachpraktiker. Das Hofgut Himmelreich verknüpft Gastronomie, Qualifizierung und Inklusion, und das mit Erfolg.
Wer in der Gastronomie- oder Hotelbranche arbeitet, braucht hohe soziale Kompetenzen und muss bereit sein, dann zu arbeiten, wenn die meisten anderen frei haben. Für Arne Krüger-Brörken, Servicemitarbeiter im Hotel Villa Stern, ist das kein Problem. Er hat genau den richtigen Job für sich gefunden.
Für Beschäftigte, die Struktur und Unterstützung bei der Arbeit benötigen, kann die App InA.Coach eine große Hilfe sein. Die Entwickler haben uns einige Fragen beantwortet.
Mit einer einzigartigen Personalstruktur verbindet der IT-Service-Provider auticon wirtschaftliche und soziale Ziele: 80 Prozent seiner Mitarbeitenden sind Autisten – wie Alexander Metelmann. Seinen Arbeitsplatz findet er „fantastisch“.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels spielen gut qualifizierte Menschen mit Behinderung eine wichtige Rolle. Arbeitgeber erhalten für ihre Beschäftigung Förderleistungen der Integrationsämter – individuell und unkompliziert. Eine physiotherapeutische Praxis in Chemnitz hat damit gute Erfahrungen gemacht
Dr. Veronika Wolter ist Oberärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO), seit ihrem 9. Lebensjahr ertaubt und trägt Cochlea-Implantate. Sie berichtet über ihren Werdegang und möchte andere ermutigen, sich mit Gehörlosigkeit auseinanderzusetzen.
Sophie Corpataux zeigt, wie Inklusion im Ehrenamt funktionieren kann. Trotz ihrer körperlichen Einschränkung – Sophie hat von Geburt an nur eine Hand – hat die Abiturientin alle Lehrgänge und Prüfungen bei der freiwilligen Feuerwehr bestanden und setzt sich mit ihrem Instagram-Profil für mehr Sichtbarkeit von Beeinträchtigungen ein.
Erika Ullman-Biller ist Hauptschwerbehindertenvertretung bei der Polizei NRW. Sie erzählt im Podcast, warum Menschen mit Behinderungen ein wertvoller Teil der Belegschaft der Polizei sind und gibt Einblicke in ihre Arbeit als GSBV.
Nach einem Motorradunfall hat Polizist Alexander Butz die härteste Zeit seines Lebens. Erst eine auf dem Papier nicht notwendige Unterschenkelamputation verändert alles. Nun ist Butz Schwerbehindertenvertretung bei den Einsatzkräften der Polizei Baden-Württemberg und kooperiert mit dem KVJS-Inklusions- und Integrationsamt. Eine echte Erfolgsgeschichte.
Der Herrenschneider Yusuf Aydoğan arbeitet am Staatstheater Nürnberg. Er muss dreimal in der Woche zur Dialyse. Das ZBFS-Inklusionsamt und die AOK kooperieren, um ihm eine weitestgehend normale Weiterbeschäftigung zu ermöglichen.
Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein wichtiges Mittel, um Beschäftigte nach einer längeren Erkrankung dabei zu unterstützen, die Arbeitsunfähigkeit zu überwinden. Der Wahnbachtalsperrenverband in Siegburg ist etwas andere und erfolgreiche Wege bei der Gestaltung seines BEM-Verfahrens gegangen und gewann damit die BEM-Prämie 2023.
Der Naturpark Nordschwarzwald-Mitte sensibilisiert seine Wander-Guides in zweitägigen Seminaren zum Thema Barrierfreiheit. Kursleiter Hans-Peter Matt ist selbst Berater für Barrierefreiheit, Naturliebhaber und sitzt im Rollstuhl – er weiß, worauf es ankommt.
Vor 20 Jahren stand er vor dem Aus. Jetzt kann Wolfgang Leubner seinen Job als Landwirt und Campingplatzwart ausüben – mit seiner Behinderung. Unser Beispiel aus der Oberlausitz zeigt, was möglich ist, wenn man nach individuellen Lösungen sucht. Der Technische Beratungsdienst unterstützt dabei als starker Partner.
Blinde und sehbehinderte Menschen haben das richtige Fingerspitzengefühl, das auch schon mal Leben retten kann. Sie ertasten kleinste Gewebeveränderungen in der weiblichen Brust und unterstützen Gynäkologinnen so bei der Früherkennung von Brustkrebs.
Andrea Winnerl arbeitet seit über 30 Jahren bei der Fraport AG, dem Betreiber des Frankfurter Flughafens. Die blinde Frau hat sich im Job immer wieder neue Herausforderungen gesucht – und auch mithilfe des Integrationsamts – erfolgreich gemeistert. Nun hat sie wieder ein Ziel.
Digitale Assistenzsysteme sind mittlerweile in verschiedenen Projekten entwickelt worden. Allerdings liegen nicht ausreichend Erfahrungen zum praktischen Einsatz vor. Das Projekt „OmniAssist“ vom LWL-Inklusionsamt Arbeit soll diese Erfahrungsbasis erweitern. Das vom Startup delta3 entwickelte System ist eine Möglichkeit der digitalen Assistenz. delta3 Mitbegründer- und erfinder Alex Kuhn erklärt im Interiew mit ZB, wie die Teilhabe aus der Hosentasche aussieht.
Das Instrument der Arbeitsassistenz ist ein wichtiger Baustein zur Teilhabe am Arbeitsleben. Das zeigt auch das Beispiel des Physiotherapeuten Dimitrios Belokas. Der Mittelfranke ist fast blind und hätte ohne die Unterstützung des Integrationsfachdienstes und des ZBFS-Inklusionsamts den Sprung in die Selbstständigkeit vielleicht nicht gewagt.
Depressionen sind in der Gesellschaft zwar weit verbreitet, aber immer noch tabuisiert. Feuerungsmaurer Detlev Krieger ging offen mit seiner Erkrankung um und arbeitet dank der Unterstützung des Integrationsfachdienstes Gelsenkirchen heute weiter in seinem alten Job.
1,45 Millionen Patienten oder 2,1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland leben mit Rheuma. Entgegen der landläufigen Meinung ist Rheuma keineswegs nur eine Erkrankung älterer Menschen. Die Account-Managerin Kerstin Mahr lebt seit ihrem 15. Lebensjahr mit der Krankheit.
Das Familienunternehmen B. Braun Melsungen AG in Hessen nimmt seine Verantwortung ernst - und begreift Integration von Menschen mit Behinderungen als Teil des Selbstverständnisses. Astrid Kramer arbeitet seit 1985 für das Unternehmen – und mehr als 20 Jahre davon als Inklusionsbeauftragte. Auch heute noch freut sie sich, wenn sie etwas bewegen kann.
Seit 101 Jahren ist das Ehrenamt der Schwerbehindertenvertretung im Betrieb gesetzlich verankert. Treiber der Entwicklung waren zunächst die Kriegsversehrten der beiden Weltkriege. Heute helfen Kollegen und Kolleginnen schwerbehinderten Beschäftigten, ihre verbrieften Rechte einzufordern. Praktiker berichten aus dem Alltag.
Im Zuge der Inklusion soll der Arbeitsmarkt für alle geöffnet werden – gleichzeitig beklagen Kliniken einen Personalnotstand. Unser Beispiel am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zeigt, wie ein engagierter Schwerbehindertenvertreter sich dafür einsetzt, gehörlose Menschen dauerhaft einzustellen.
Eine rollstuhlfahrende Beraterin arbeitet erfolgreich bei der GIZ und macht Dienstreisen nach Mittelamerika und Afrika – eine Erfolgsgeschichte. Unterstützt wird sie von einer „Arbeitsassistenz“, ein Instrument, das seit fast 20 Jahren erfolgreich die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am allgemeinen Arbeitsmarkt fördert.
GaLa Service Inklusionsbetrieb gGmbH ist einer der 149 Inklusionsbetriebe im Rheinland, ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Bergheim bei Köln. Arbeit:inklusiv! hat den Betrieb besucht und zeigt, warum Inklusionsunternehmen ein Gewinn für alle Beteiligten sind.
Die Arbeit in einem Eisenwerk ist gesundheitlich herausfordernd. Umso wichtiger ist ein Betriebliches Eingliederungsmanagement, wie es im Eisenwerk Brühl vorbildlich umgesetzt ist. Arbeit:inklusiv! sprach mit den Mitarbeitern, der BEM-Beauftragten und der Schwerbehindertenvertretung, die vom LVR-Inklusionsamt tatkräftig unterstützt werden.
Im Motorenwerk von Ford in Köln arbeitet ein neuer Kollege und unterstützt zwei Mitarbeiter mit Schwerbehinderung bei ihrer Arbeit am Band. Der Neue ist ein sogenannter kollaborierender Roboter. Das LVR-Inklusionsamt und die RWTH Aachen waren an der Umgestaltung des Arbeitsplatzes maßgeblich beteiligt.