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Wenn Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten, entstehen neue Perspektiven, ein gutes Betriebsklima und viel Innovationskraft. Doch wie gelingt dies im Alltag? Wir geben Antworten und sprachen außerdem mit Dirk Bratschedl, der Kurse für inklusive Teams leitet.
Egal ob mit oder ohne Behinderung – für alle Arbeitnehmenden gilt: Wer qualifiziert ist, wird besser bezahlt. Auch viele Inklusionsbetriebe bieten die Chance auf eine qualifizierte Ausbildung und erweitern damit vor allem für Menschen mit Behinderung die Chancen auf einen Ausbildungsplatz am allgemeinen Arbeitsmarkt.
Inklusionsbetriebe gelten oft als vorbildlich und als Beispiele guter Praxis sowohl was Innovationen, Betriebsklima oder Kundenbindung angeht. Wir stellen Ihnen hier eine Reihe von Betrieben vor – die Auswahl ist uns nicht leichtgefallen! Inklusionsbetriebe, die Sie unterstützen können, gibt es in allen Bundesländern, sicherlich auch vor Ihrer Haustür.
Ulrich Adlhoch ist erster Vorstandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (BAG IF). Der ehemalige Leiter des Inklusionsamtes Arbeit des LWL in Münster brennt für sein Ehrenamt und erklärt überzeugend, warum Inklusionsbetriebe für alle Menschen ein Gewinn sind. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Wer in der Gastronomie- oder Hotelbranche arbeitet, braucht hohe soziale Kompetenzen und muss bereit sein, dann zu arbeiten, wenn die meisten anderen frei haben. Für Arne Krüger-Brörken, Servicemitarbeiter im Hotel Villa Stern, ist das kein Problem. Er hat genau den richtigen Job für sich gefunden.
Start-ups haben oft wenig Erfahrung mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig entsteht aber aufgrund des wachsenden Personalbedarfs gerade bei jungen Unternehmen immer mehr Interesse an Diversität und inklusivem Arbeiten. Das Inklupreneur-Programm der Hilfswerft gGmbH unterstützt interessierte Firmen bei Kompetenzaufbau, Vermittlung und Beschäftigung – wie beispielsweise das Bremer Unternehmen myEnso.
Inklusionsbetriebe sind offen für alle Mitarbeiter? Ja, und sogar für Außerirdische, wie unser Cartoonist mit einem Augenzwinkern feststellt.
Ein kleiner Betrieb aus Greifswald zeigt, wie man mit über 50 Prozent Beschäftigten mit Schwerbehinderung erfolgreich sein kann. Das überzeugte auch die Jury des „Inklusionspreis für die Wirtschaft“: Sie zeichnete die DokuService Knoll GmbH 2021 aus.
Im Rheinland gibt es aktuell rund 150 Inklusionsunternehmen, die in besonderem Maße Menschen mit Behinderung beschäftigen. Die Betriebe sind über alle Branchen verteilt – von der Großküche und Gastronomie über Handwerk und Industrie bis zu Betrieben der Logistik und IT.
GaLa Service Inklusionsbetrieb gGmbH ist einer der 149 Inklusionsbetriebe im Rheinland, ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Bergheim bei Köln. Arbeit:inklusiv! hat den Betrieb besucht und zeigt, warum Inklusionsunternehmen ein Gewinn für alle Beteiligten sind.