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24.09.2026 Lesedauer: 4 min.

„Eine sehr vielfältige Arbeit“

Wie sieht der Joballtag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Inklusions- und Integrationsämtern aus? Aufgaben, Motivation und Geschichten: Das alles lesen Sie in den Mitarbeiter-Steckbriefen. Diesmal beantwortet von Manuela Landmann (LVR-Inklusionsamt), Kommissarische Abteilungsleitung Inklusionsbegleitung, Inklusionsunternehmen und Referentin für Schulungen unter anderem zu den Wahlen der Schwerbehindertenvertretung.

Seit 20 Jahren ist Manuela Landmann als Mitarbeiterin beim LVR-Inklusionsamt tätig. Nachdem sie die letzten zehn Jahre als Teamleiterin im Bereich Kündigungsschutz/­Begleitende Hilfen tätig war, leitet sie nun kommissarisch die Abteilung Inklusionsbegleitung, Inklusionsunternehmen mit 30 Mitarbeitenden. 

„Außerdem bin ich als Referentin für diverse Themen, sowohl im Rahmen des Schulungsprogramms des LVR-Inklusionsamtes als auch bei Inhouse-Veranstaltungen für große Arbeitgebende, tätig. Ich schule auch die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben, der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) und der Integrationsfachdienste (IFD). Dadurch habe ich sehr viel Kontakt nach draußen, was meine Arbeit unheimlich vielfältig macht“, sagt Manuela Landmann. Zu ihren Schulungsthemen gehören unter anderem die SBV-Wahlen, Kündigungsschutz, Begleitende Hilfe, Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) sowie Prävention und Schulungen für Inklusionsbeauftragte.

Ihre Arbeit findet die LVR-Mitarbeiterin auch nach 20 Jahren noch spannend: „Es gibt immer wieder Fallkonstellationen, die man noch nicht hatte und die einen fordern, gute Lösungen zu finden.“ 

Drei Worte, die Sie gut beschreiben …

Humorvoll.

Hilfsbereit.

Gelassen (auch wenn es mal schwierig wird). 

Expertin für die SBV-Wahlen

Seitdem Manuela Landmann beim LVR-Inklusionsamt arbeitet, ist sie auch mit für die Schulungen zu den SBV-Wahlen zuständig: „Wir kümmern uns beim LVR mit einem eigenen Team ,Wahlen‘ um das Thema. Dazu gehört eine gute Vorbereitung, indem wir beispielsweise alle relevanten Infos zu den Wahlen gemeinsam zusammenstellen oder auch eine FAQ-Liste für Standardfragen entwickeln.“ Ansonsten kann sie sich aber auch auf ihre 20-jährige Erfahrung in dem Thema verlassen. „Große Änderungen an der Wahlordnung gab es, mit Ausnahme der jetzt erlaubten Online-Wahlversammlung im vereinfachten Wahlverfahren, in dieser Zeit nicht. Ich bin also gut im Thema drin.“

Und für alle, die aktuell in ihren Betrieben oder Dienststellen die diesjährige SBV-Wahl vorbereiten, hat Manuela Landmann gleich mehrere Tipps:

  1. Rechtzeitig informieren und das BIH-Informationsangebot nutzen. 
  2. Auch im vereinfachten Wahlverfahren muss immer geheim gewählt werden, auch wenn es nur einen Bewerber für das Amt geben sollte und alle sich einig sind. Eine offene Wahl ist immer ungültig. 
  3. Wer im förmlichen Wahlverfahren wählen muss, sollte sorgfältig das Wahlausschreiben erstellen, in dem alle vorgeschriebenen Angaben enthalten sind. Eine fehlerhafte Einleitung der Wahl führt möglicherweise zur Nichtigkeit oder Anfechtbarkeit. (Tipp: Mustervorlagen für das Wahlausschreiben und weitere Wahlunterlagen finden Sie hier.)

„Und das Wichtigste: Man muss keine Angst vor dem Thema haben und sich einfach mal rantrauen“, betont die Wahl-Expertin. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich zu informieren. Denn es sei sehr wichtig, dass es möglichst viele Schwerbehindertenvertretungen in den Betrieben und Dienststellen gebe: „Inklusion im Arbeitsleben funktioniert immer dann gut, wenn die Beteiligten gut informiert sind. Deshalb ist eine gewählte Vertretung, die sich mit den Rechten der Arbeitnehmer mit Schwerbehinderung besonders gut auskennt, so entscheidend.“ Und auch die Arbeitgeber profitieren, wenn es in ihrem Unternehmen eine Schwerbehindertenvertretung gibt, ist Manuela Landmann überzeugt: „Die Vertrauensperson kann den Arbeitgeber beispielsweise über Fördermöglichkeiten informieren oder auf potenzielle Risiken bei Einstellungsverfahren hinweisen.“ So profitierten am Ende alle Seiten von einer gewählten Schwerbehindertenvertretung.