Ein Lotse hinter dem der Schriftzug EAA sichtbar ist
© CWH
30.06.2026 Lesedauer: 3 min.

Ein neuer Arbeitsplatz – von Anfang an passend gestaltet

Ein Ingenieurbüro aus Jena stand vor einer wichtigen Aufgabe: Für eine neu eingestellte Mitarbeiterin mit Schwerbehinderung sollte ein moderner und zugleich passgenauer Arbeitsplatz geschaffen werden. Dies gelang dank der Einheitlichen Ansprechstelle für Arbeitgeber (EAA) Ostthüringen.

Ein Ingenieurbüro in Jena stellte 2023 eine neue Mitarbeiterin als Ingenieurin ein. Die Besonderheit: Die Arbeitsplatzausstattung für die neue Mitarbeiterin, die mit einer Schwerbehinderung lebt, wurde schon vor ihrem Arbeitsbeginn angegangen. Von der ergonomischen Büroausstattung bis hin zu leistungsfähiger CAD-Technik und branchenspezifischer Software waren mehrere Komponenten zu berücksichtigen – fachlich wie organisatorisch eine anspruchsvolle Herausforderung.

Die Beratung

Frühzeitig wandte sich das Unternehmen an die EAA Ostthüringen, um sich Unterstützung zu holen. Bereits beim Erstkontakt wurde deutlich, dass neben der technischen Ausstattung auch Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten eine Rolle spielten.

Der EAA-Berater informierte den Geschäftsführer umfassend über die Voraussetzungen bei der Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung sowie über mögliche finanzielle Leistungen zur Ausstattung eines neu geschaffenen Arbeitsplatzes. Ziel war es, von Beginn an eine Lösung zu finden, die sowohl den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiterin als auch den betrieblichen Anforderungen gerecht wird.

Besonderheiten

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der konkreten Unterstützung im Antragsverfahren. Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro bereitete der EAA-Berater den Antrag auf Investitionskostenzuschuss nach § 15 SchwbAV vor und begleitete dessen Einreichung beim zuständigen Integrationsamt. Dieser enge Austausch zahlte sich aus: die beantragte Förderung zur Arbeitsplatzeinrichtung wurde bewilligt.

Mit den bewilligten Mitteln konnte der Arbeitsplatz bedarfsgerecht ausgestattet werden – inklusive eines höhenverstellbaren Bürotisches, eines ergonomischen Stuhls sowie einer leistungsstarken PC-CAD-Workstation mit der erforderlichen Fachsoftware. Damit war die Grundlage für eine langfristige und erfolgreiche Beschäftigung geschaffen.

Der Fall zeigt, wie die EAA die Teilhabe von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt verbessert: Arbeitgeber werden informiert, beraten und ganz praktisch dabei unterstützt, Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung zu schaffen und nachhaltig zu sichern. 

Sie wollen mehr wissen?

Viele Informationen zu den Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber finden Sie auf der BIH-Themenseite.

Zur BIH-Themenseite