Portraitbild von Henning Sybertz, Koordinator der EAA im Rheinland
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13.10.2026 Lesedauer: 3 min.

"Das Ziel ist gleichberechtigte Teilhabe"

Drei Fragen an Henning Sybertz, den Koordinator der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) im Rheinland.

Worin besteht deine Tätigkeit als Koordinator der Einheitlichen Ansprech­stellen für Arbeitgeber (EAA) im Rheinland?

Als Koordinator der EAA im Rheinland bin ich die Schnittstelle zwischen dem LVR-Inklusionsamt und den EAA-Fachberatenden mit ihren jeweiligen Trägern, bei denen sie angestellt sind. Ich vermittle zwischen den Fachberatenden, den verschiedenen Abteilungen im Inklusionsamt und den Trägern und stelle die Zusammenarbeit sicher. Außerdem bin ich erste Ansprechperson für die EAA-Fachberatenden: Ich bin Ver­mittler in allen Situationen und auch die Ansprechperson, wenn es mal Schwierig­keiten gibt. Meine Aufgabe ist es auch, die EAA im Rheinland weiter­zu­ent­wickeln. Dabei geht es um die verschiedensten Bereiche von der digitalen Falldokumentation und der Qualitätssicherung der Beratungen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit für die EAA.

 

Wie arbeiten die EAA? Und wie sieht eine typische Erfolgsgeschichte der EAA in einem Unternehmen aus?

Die EAA informieren, beraten und unterstützen Arbeitgebende im Kontext der beruf­lichen Inklusion – so lautet der gesetzliche Auftrag. Das Oberthema ist letzt­endlich das gleiche wie das des Inklusionsamts, nämlich Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung zu schaffen und zu erhalten. Der Fokus liegt bei den EAA auf den Arbeitgebenden. Sie kommen mit all ihren Anliegen und Problem­lagen rund um das Thema Inklusion auf die EAA-Fachberatenden zu und bekommen von ihnen Unter­stützung. Die EAA stellen zielgerichtet die richtigen weiteren Kontakte für die Arbeit­gebenden her, beispielsweise zu den Integrations­fach­diensten, dem Tech­nischen Beratungsdienst oder auch der Agentur für Arbeit.

Für mich ist eine typische Erfolgsgeschichte die gleichberechtigte Teilhabe. Dass bedeutet, dass wenn der Arbeitgeber einen Mitarbeitenden mit Schwer­behin­derung hat, er diesen als Mit­arbeit­enden sieht. Und eben nicht als Menschen mit Schwer­behinde­rung, der bei ihm arbeitet. Und umgekehrt sollte sich der Mit­arbeit­ende als Mitarbeitender fühlen und nicht als jemand, der eine außerordentliche Position im Unternehmen hat, der in irgendeiner Form benachteiligt oder bevorzugt wird.

 

Wenn du dir ein Idealbild der beruflichen Inklusion allgemein ausmalen könntest, wie sähe das aus?

Mein Idealbild sähe so aus, wie die Erfolgsgeschichte aussieht: Die Mitarbeitenden mit Schwerbehinderung sind ganz einfach Teil des Teams und Mitarbeitende, wie alle anderen. Das Ziel ist gleichberechtigte Teilhabe und bedeutet, dass der Mensch mit Schwerbehinderung ganz einfach gleichberechtigter Teil der Gesellschaft ist.